DEBBIE DOES DALLAS (USA 1978)

 

Um als Cheerleader ihre Mannschaft auf Tour begleiten zu können, müssen Debbie (Bambi Woods) und ihre Freundinnen Geld auftreiben. Die Jobsuche gestaltet sich anfangs schwierig, doch da die Mädels allesamt sehr hübsch sind, bietet sich ihnen schon bald eine lustbringende und lukrative Einnahmequelle... Nacheinander ist jedes der Mädchen in Aktion zu sehen. Die finale Szene zeigt schließlich Debbie, die eine bezaubernde Performance abliefert.

Unter dem Titel The Best Little Whore In Texas! sollte diese wunderbar schmuddelige Pornoperle ursprünglich in die Kinos kommen. Um Ärger mit der Justiz zu vermeiden, einigte man sich auf Debbie Does Dallas. Ärger gab es aber trotzdem, u.a. weil bei Entstehung und Vertrieb des Films die Mafia im Spiel gewesen sein soll und weil ein damals sehr berühmtes Cheerleader-Team, die „Dallas Cowboys Cheerleaders", sich durch den Film verunglimpft und in seinen Markenrechten verletzt fühlte. Diese und andere Prozesse steigerten nachhaltig die Popularität des Films, der ohnehin, auch auf Grund seiner attraktiven Hauptdarstellerin Bambi Woods, sehr erfolgreich in den Kinos gestartet war. Er gehört zu den finanziell erfolgreichsten Pornos aller Zeiten und ist noch heute in den Top-10-Listen der Liebhaber erotischer Filmkunst zu finden. Zweifellos ist Debbie Does Dallas ein Meilenstein des Pornofilms der bis heute nichts an Sexappeal und Magie eingebüßt hat.

Was Debbie Does Dallas einem großen Film macht, ist seine einzigartig sleazige Atmosphäre. Heraufbeschworen wird diese durch die angenehm lässigen und ungeschliffenen Sexszenen die stets den Nachweis darüber führen, dass die Macher des Films ungewöhnlich viel Detailwissen darüber hatten, was guten Sex ausmacht und wie dieser gefühlsecht auf Celluloid zu bannen ist. So konzentriert sich der Film ganz auf das Wesentliche. Keine Spur von Effekthascherei, keine hektischen Stellungswechsel, dafür sehr natürlich agierende Darstellerinnen und Darsteller die sich im coolen 70er-Ambiente und zu funky Pornomusik der Lust hingeben. In der Tat fällt es schwer einen anderen Film zu nennen in dem derart ungekünstelt gezüngelt und gevögelt wird. Gelassen und humorvoll entfaltet Debbie Does Dallas so einen geheimnisvollen Charme. Geheimnisvoll deshalb, weil es schließlich unendlich viele Pornos gibt die ähnlich schlicht angelegt sind, doch die nur selten eine ähnlich anregende Stimmung aufkommen lassen. Die unzähligen und mittelmäßigen Remakes des Films legen dafür Zeugnis ab: So knistern wie im Original wird es nie wieder.

 

 

Regie: Jim Clark

Darsteller/Innen: Bambi Woods, Misty Winter, Robyn Byrd, Pat Allure, Paula Head, Kasey Rodgers, Georgette Sanders, Sherri Tart, Merill Townsend, Rikki O'Neal, Arcadia Lake, u.a.

Laufzeit: 81 Minuten

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